• Manuela Sattlegger

„Warum nicht?“ – was wir werden könnten


Auf meinen Geist, meinen Intellekt kann ich mich verlassen – ich bin ein Kopfmensch. Daneben habe ich eine sehr emotionale und intuitive Seite, die ich meist sehr gut verstecke. Diese ist unberechenbar, unbeherrschbar, heftig, überraschend und nicht logisch erfassbar. In diesem Artikel beschreibe ich, wie man Zugang zu seiner intuitiven Seite finden kann und stelle Ihnen eine Imagination in Anlehnung an die Wertimagination von Uwe Böschemeyer, einem Schüler von Viktor Frankls, vor.

Die emotionale und rationale Seite

Wenn diese beiden Seiten optimal zusammenarbeiten, dann bin ich im „Flow“, ein unglaubliches Glücksgefühl überkommt mich, ich bin völlig bei mir.

Wenn die rationale Seite in meinem Leben überwiegt, dann wird mein Leben zwar kontrollierbar, aber auch leicht schal und wenig Neues kann entstehen. Ich versuche die Dinge zu erzwingen, in eine vorgegebene Richtung zu drängen, die sich mein Geist gerade noch vorstellen vermag. Es kann wenig Neues, Kreatives entstehen.

Der Fluss des Lebens

Ab einem gewissen Alter drängt einen das Leben in gewisse Bahnen oder man hat sich dorthin drängen lassen. Die ersten Blessuren machen einen ängstlich, denn diese Schmerzen möchte man nicht noch mal erleiden.

Jeder trifft in seinem Leben Entscheidungen, die ich nicht so leicht rückgängig gemacht werden können: einen Beruf erlernen, ein Unternehmen gründen, eine Wohnung oder ein Haus kaufen, seinen Partner heiraten, Kind(er) bekommen oder sich dagegen entscheiden.

Das alles bereitet Freude, hat aber auch Energie und Kraft gekostet. Träume und Sehnsüchte bleiben da schon mal auf der Strecke. Krankheiten, Verluste, Krisen ziehen uns den Boden unter den Füßen weg.

Es müssen aber nicht diese großen einschneidenden Lebenserlebnisse sein. Es kann auch dieses leise Gefühl der Unzufriedenheit, dieses Unwohlsein, der Gedanke, ob man das eigene Potential voll lebt, sein, das einen von Zeit zu Zeit überfällt.

Zeiten zum Nachdenken

Das sind genau die Zeiten, die einen zum Innehalten, zum Nachdenken „ob das der Weg ist, den ich weiter gehen möchte“ einladen.

Uwe Böschemeyer schreibt in seinem Buch „Warum nicht – Über die Möglichkeit des Unmöglichen“, dass die Beschäftigung mit dem eigenen Tod einen motiviert sollte, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen.

Wenn wir leben, als ob wir nie sterben würden, dann glauben wir, dass wir unsere Zeit verschwenden könnten.

Aber wenn uns bewusst ist, dass wir endlich sind, dann wächst in uns die Sehnsucht unser volles Potential zu ergründen, unsere Sehnsüchte und Träume zu leben und damit zu werden, was wir sind.

Die intuitive Seite befragen

Und das ist mit unserer rationalen, intellektuellen Seiten nicht zu ergründen, denn vieles liegt im Unbewussten, ist tief in uns verborgen. Dazu können wir nur Zugang gewinnen, wer wir unsere emotionale, intuitive Seite befragen und sie in Einklang mit unserer rationalen Seite bringen.

Unsere Seele ist ein weites Feld und spricht eine andere Sprache. Sie spricht in Bildern mit uns, die mit unseren Emotionen verwoben sind.

Zugang zur intuitiven Seiten durch die innere Bilderwelt

Ein wunderbarer Zugang ist die Imagination (Fantasiereise). Damit werden innere Bilder angeregt, die eine Brücke zwischen Bewusstsein und Unbewussten darstellen. Damit kann eine innere und äußere Ganzheit entstehen – rationale und emotionale Welt ergänzen einander.

Was bisher unserem rationalen Geist verschlossen war, wird durch innere Bilder vervollkommnend und verstanden. Innere Bilder sprechen zu uns in Symbolen, oft verschlüsselt, die der Geist ins Bewusstsein holen kann.

So geben diese inneren Bild Kraft, denn sie sind ursprünglich und mit unserer Seele verbunden.

Eine Wanderung zum unbewussten Geist

Diese Imagination, die ich Ihnen vorstelle, ist an die Wertimagination von Uwe Böschemeyer angelehnt, die eine bewusste „Wanderung“ zum unbewussten Geist ist. Dort treffen wir eine Wertgestalt (ein innerer „Helfer“), die uns auf unserem Weg unterstützen vermag.

Abgespaltene Anteile in uns, können sich wieder zu einer in uns innewohnenden Ganzheit zusammen fügen.

Imagination „Ich treffe mein zweites Ich“

Setzen Sie sich an einem ruhigen Ort hin, wo sie in den nächsten 20 Minuten nicht gestört werden können, bequem hin. Wenn Sie möchten, können Sie die Augen schließen und ihren Atem beobachten. Das Schöne ist, dass es jetzt nichts zu tun gibt, sie können nur für sich selbst da sein. Wenn Gedanken kommen, dann lassen Sie diese kommen und gehen und konzentrieren sich auf ihre Atmung.

Dann stellen Sie sich vor, dass Sie einen Strand am Meer entlangspazieren. Die Sonne scheint und der Himmel ist ganz blau. Sie gehen den Strand entlang und es kommt Ihnen eine Person entgegen. Diese wird immer größer und größer und als sie ganz nahe ist, erkennen Sie, dass Sie es selbst sind. Es ist ihr zweites Ich, das all das was Sie sich wünschen, erreicht hat. All ihre persönlichen, privaten und beruflichen Ziele hat ihr zweites Ich erreicht und es freut sich, dass sie sich jetzt treffen.

Sie gehen ein Stück des Weges gemeinsam und sie können sich mit ihrem zweiten Ich unterhalten. Es gibt Ihnen gerne wertvolle Tipps und zeigt Ihnen auch gerne Dinge, die Ihnen in Ihrer jetzigen Situation weiterhelfen.

Lassen Sie sich ruhig Zeit. Sie können auch einfach den Strand entlangspazieren. Wenn Sie möchten, können Sie sich auch umarmen.

Es ist jetzt an der Zeit sich zu verabschieden, sie können sich auch ausmachen, wie sie sich wieder treffen können. Beim Abschied, können Sie sich für diese Begegnung bedanken und beide gehen wieder nach Hause. Sie gehen wieder zurück zum Stuhl, auf dem Sie sitzen und öffnen dann langsam wieder die Augen, atmen ein paar Mal tief durch.

Sind Sie überrascht was Ihnen ihr zweites Ich gezeigt hat?

Haben Sie sich auf die Reise einlassen können oder war es Ihnen noch ein wenig fremd?

Ich liebe diese Imagination, die meine Seele mit sehr viel Freude erfüllt. Oft zeichne oder male ich diese Begegnungen, dadurch gewinnen Sie nochmals an Tiefe und können sich in meinem Leben verankern.

Und dann denke ich mir „Warum nicht?“

Literaturtipps:

Uwe Böschemeyer (2014): „Warum nicht – Über die Möglichkeit des Unmöglichen“

Der Neurobiologe Gerald Hüther über innere Bilder

#intuition #Potentialenfalten #imagination

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Mag. Manuela Sattlegger

Pharmaziegasse 5. A-9020 Klagenfurt

Tel: +43 (0) 680 207 44 92 

e-mail: Manuela.sattlegger@malfreude.at

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