• Manuela Sattlegger

10 Jahre Maltherapie: 2004 – 2014


Der Jahreswechsel und das kreative „Jännertief“ laden zum Resümieren und zum Bilanz ziehen ein. Vor nun mehr als 10 Jahren begann ich mit der Ausbildung zur Mal- und Gestaltungstherapeutin mit vielen Ideen und Vorstellungen. Ich wollte mit den mal- und gestaltungstherapeutischen Methoden in Unternehmen arbeiten, da ich aus dem betriebswirtschaftlichen und organisationsentwicklerischen Umfeld komme. Beruflich fühlte ich zu dieser Zeit, dass ich meine Talente nicht vollkommen einsetzen konnte: Intellektuell gefordert, emotional unterfordert.

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Als ich 2003 meinen ersten Kurs in abstrakter Acrylmalerei besuchte, entstand dieses Bild wie im Flow. Ich hatte in meiner Kindheit und Jugendzeit alle möglichen kreativen Dinge gemacht (gestrickt, genäht, gehäkelt, gebatikt, marmoriert, buchbinden, gezeichnet), mich aber nicht Malen getraut. Während der Studienzeit hatte ich meinen kreativen Fokus verloren und eigentlich mich auch selbst verloren. Bei diesem Kurs war ich wie in Trance, die Kursleiterin, die Kursteilnehmer waren für mich nicht mehr verhanden. Als ich nach Hause kam, sah ich das Bild an und wusste, dass sich nun etwas ändern würde. Ich hatte keine Ahnung was es sein sollte, aber wenn ich das Bild ansah, wusste ich, dass sich da etwas entwickelte, was ausbrechen wollte. 2004 war ich dann auf der Suche nach einer Coaching Ausbildung, weil ich mit meinem BWL Studium an die Grenzen stieß. Die vielen möglichen Coachingangebote waren verwirrend, als ich die Ausbildung zur Mal- und Gestaltungstherapie entdeckte, war alles sehr einfach und klar. 2004 startete ich mit der Ausbildung und 2014 habe ich formal die Ausbildung zur Lebens- und Sozialberaterin abgeschlossen.

Im Laufe der Jahre hat sich mein Fokus gewandelt. Ich arbeite mehr im individuellen als im organisatorischen Setting, mit Menschen, die unter chronischer Erschöpfung, Depression, Angsterkrankung und chronischen Schmerzen leiden. Ich verstehe sehr gut das berufliche und wirtschaftliche Umfeld, das meist einen Anteil an der Erkrankung hat. Ich bin sehr dankbar, dass mal- und gestaltungstherapeutische Übungen zu mehr Achtsamkeit, Lebendigkeit und Wohlbefinden beitragen.

Mein eigener therapeutischer Weg geht noch mehr in Richtung Einfachheit und Mindfulness – momentan interessiere ich mich sehr für Wirksamkeitsstudien der Mal- und Gestaltungstherapie und für die Verbindung von „Mindful based stress reduction“ (MBSR, Jon Kabat-Zinn) und der Mal- und Gestaltungstherapie. Übrigends der nächste Kurs von MBSR startet am 21.01.2015 in Klagenfurt. Der Infoabend findet am 14.01.2015 statt. Kursleiter ist der wunderbare, lustige und beseelte Dr. Cesare Lino. Mehr Infos finden Sie unter auf http://mbsr-kaernten.at

#achtsamkeit #mindfulness #jonkabatzinn